Woche 9: 6.-12. Juni 2012
2 07 2012Kokosnuss-Konfekt, Angkor Wat und Steaks in Kambodscha
Die letzten Tage in Vietnam verbrachten wir in Ho Chi Minh City, wo es leider oft und stark geregnet hat. Wir besuchten dort unter anderem das Kriegsmuseum, dessen fotografische Dokumentation des Vietnamkriegs definitiv nichts für schwache Nerven ist. Es ist unglaublich, welche Verbrechen in diesem Krieg an Zivilisten verübt wurden. Dieses Museum hat lange nachgewirkt und als Ablenkung besuchten wir das ehemalige französische Viertel und das Wasserpuppentheater. Wir konnten im Theater zwar der genauen Handlung nicht folgen (war auf Vietnamesisch), aber es war dennoch eine willkommene (und kindliche) Ablenkung.
Am darauffolgenden Tag machten wir uns zu einer Tour ins Mekong-Delta auf. Der Floating Market wurde leider vom Regenwetter nicht verschont und daher war wenig los. Die Naschkatzen unter uns haben sich aber besonders am Besuch einer Süßigkeiten-Fabrik erfreut. Dort konnten wir sehen, wie Pop-Reis und Kokosnuss-Konfekt erzeugt wird und durften auch sogleich kosten. Nach zwei weiteren Tage im verregneten Ho Chi Minh City hieß es schließlich Abschied nehmen von Vietnam.
Die Weiterreise führte uns nach Kambodscha, wo wir am ersten Abend die Gunst der Stunde nutzen, um den Sonnenuntergang auf Pre Rup, einer Tempelanlage, zu beobachten. Dabei ist uns sogleich aufgefallen, dass der Umgang mit diesen geschichtsträchtigen Gebäuden ziemlich locker ist: Man kann auf den Tempelanlagen nach Lust und Laune die höchsten Türme erklimmen und die teilweise vorhanden Ruinen besteigen. Keiner wird sich daran stoßen – auch nicht jene gläubigen Buddhisten, für die jene Tempel noch immer eine Gebetsstätte sind.
Am nächsten Morgen machten wir uns schließlich auf zur so genannten „kleinen Tour“, die sämtliche bekannte Tempel rund um Siem Reap beinhaltete. So konnten wir Angkor Wat betrachten, in den Gängen von Angkor Thom auf den Spuren von Indiana Jones wandeln, in Ka Teo die Tempelspitze erklimmen und uns in Ta Prohm einen Weg durch die stark bewachsenen Tempelruinen bahnen.
Am Abend wurde Gregor allerdings ein Steak zum Verhängnis: Bereits in der selben Nacht zeigten sich Krankheitssymptome wie starkes Fieber. Diese Symptome verstärkten sich am nächsten Tag noch und stellten sich schließlich als Lebensmittelvergiftung heraus. Nach einem Tag im Hotelzimmer, konnte er zumindest schluckweise etwas Tee zu sich nehmen. Aber eines war für uns klar: Wir wollten unter diesen Umständen keine weitere Woche in Thailand verbringen, sondern möglichst bald heimkehren.

















